Das Geschenk
Christian, ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele, fuhr einmal
nach Homberg/Ohm,
um ein Geburtstagsgeschenk für seine Freundin, die ebenfalls bei der
Feuerwehr ist,
zu erwerben. Da die beiden noch nicht sehr lange zusammen waren, beschloß er
nach
reiflicher Überlegung, ihr ein paar neue Nomex Feuerwehrhandschuhe zu kaufen,
ein
romantisches, aber doch nicht zu persönliches Geschenk.
In Begleitung der jüngeren Schwester seiner Freundin,
ging er in ein Bekleidungs -
geschäft, welches neben Damen und Herrenbekleidung auch
Feuerwehrbedarf im
Sortiment hatte und erstand ein paar neue helle Nomex-Handschuhe. Die
Schwester
kaufte ein Unterhöschen für sich. Beim Einpacken vertauschte die Verkäuferin
aus -
versehen die Sachen. So bekam das Paket mit dem Höschen, daß er
auf dem Rück-
weg zur Post brachte, seine neue Freundin, was er noch mit einem kleinen
Briefchen
an seine Liebste unterstrich.
“ Mein Schatz, ich habe mich für dieses Geschenk
entschieden, da ich festgestellt
habe, daß Du bei den Feuerwehrübungen keine trägst. Wenn es nach
mir gegangen
wäre, hätte ich mich für die langen mit den Druckknöpfen
entschieden, aber Deine
Schwester meinte, die kurzen wären besser. Sie trägt sie auch und man
bekommt sie
leichter aus. Ich weiß, daß das eine empfindliche Farbe ist, aber
die Verkäuferin bei
der ich sie gekauft habe, zeigte mir ihre, die sie nun schon seit vier Wochen trägt
und
sie waren überhaupt nicht schmutzig. Ich bat sie, Deine für
mich anzuprobieren und
sie sah echt klasse darin aus. Ich wünschte, ich könnte sie Dir
beim ersten Mal an-
ziehen, aber ich denke, bis wir uns wieder sehen, werden sie mit einer großen
Menge
anderer Hände in Berührung gekommen sein. Wenn Du sie
ausziehst, vergiß nicht,
kurz hineinzublasen bevor Du sie weglegst, da sie sicherlich ein bisschen feucht
vom
tragen sein werden. Denk immer daran, wie
oft ich sie in Deinem kommenden
Lebensjahr küssen werde. Ich hoffe, Du wirst sie Montagabend zur Feuerwehrübung
für mich tragen “.
In Liebe
Dein Christian
Ps. Der letzte Schrei ist, sie etwas
hochgekrempelt zu tragen, so daß der Pelz raus-
guckt.